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Verschiedene Gartengeräte auf einem Tisch

Gartentipp Monat November 2026

November 2026

Vogelfutter selbst gemacht

(Quelle: stockadobe_oksana_schmidt)

Vogelfutter selbst herstellen

Je vielfältiger das Nahrungsangebot für Vögel im Winter ist, desto mehr Vogelarten können im eigenen Garten gefördert und gleichzeitig beobachtet werden. Mit etwas Geschick und geringen Aufwand können Futterquellen selbst hergestellt werden. Ausgangslange ist eine Fett-Körner-Mischung, die im Verhältnis 1:1 angerührt wird. Als Fett-Komponente kann Rindertalg beim regionalen Fleischerbetrieb gekauft werden. Eine pflanzliche Alternative wäre zum Beispiel Kokosfett. Die Körnermischung kann individuell aus Sonnenblumenkernen, gehackten Walnüssen, Haferflocken, ungeschwefelten Rosinen, Hanf- und Hirsesamen oder ungesalzenen Erdnüssen zusammengestellt werden. Mehlwürmer können als Eiweißquelle noch ergänzt werden. Für die Herstellung wird zunächst das Fett erwärmt. Anschließend werden die trockenen Zutaten hinzugefügt und zum Schluss wird noch ein Schuss Speiseöl ergänzt, damit dass Fett bei Frost nicht zu hart wird und zu bröckeln beginnt. Die Masse wird nun so lange abgekühlt, bis sich eine milchige Haut an der Oberfläche bildet. Danach kann die Fett-Körner-Mischung zu Meisenknödeln weiterverarbeitet, in Keksformen oder in Tontöpfen eingefüllt werden. Dabei sollte immer ein Spagat zum Aufhängen und ein Zweig oder Ast in die Masse gelegt werden, damit die Vögel die Futterstelle gut anfliegen können und sich beim Fressen festhalten können.

Wird einmal mit der Fütterung begonnen, sollte bis in den Frühling durchgefüttert werden. Frisches Wasser in geeigneten Schalen hilft den Vögeln ebenfalls sehr über die Winterzeit.

 

Trockenes Herz für Gräser im Winter

Viele Ziergräser sind nach dem Anwachsen ausreichend winterhart und vertragen tiefe Temperaturen problemlos. Deutlich empfindlicher reagieren sie jedoch auf anhaltende winterliche Nässe. Besonders bei Arten wie Pampasgras oder Chinaschilf kann eindringendes Wasser dazu führen, dass das Herz der Pflanze beziehungsweise der Wurzelstock zu faulen beginnt. Um dies zu verhindern, sollten hohe Ziergräser im späten Herbst schopfartig zusammengebunden werden. Dadurch wird Regen- und Schmelzwasser nach außen abgeleitet und gelangt nicht in das Innere der Pflanze. Gleichzeitig bleiben die vertrockneten Halme auch bei Herbst- und Winterstürmen an ihrem Platz. Auf einen Rückschnitt sollte daher im Herbst verzichtet werden, denn der Blattschopf erfüllt während der kalten Jahreszeit eine wichtige Schutzfunktion. Er bewahrt den Wurzelstock nicht nur vor Frost, sondern auch vor übermäßiger Feuchtigkeit. Wintergrüne Gräser bilden eine Ausnahme. Sie sollten nicht zusammengebunden werden. Stattdessen empfiehlt sich bei starker Wintersonne ein leichter Schutz aus Vlies, um Trockenschäden vorzubeugen. Empfindliche Arten können zusätzlich durch eine lockere Schicht aus trockenem Laub im Wurzelbereich geschützt werden, die mit etwas Reisig gegen Verwehungen gesichert wird. Der eigentliche Rückschnitt erfolgt erst im zeitigen Frühjahr, bevor der neue Austrieb beginnt. So bleiben die Pflanzen gesund und starten optimal in die neue Gartensaison.

 

Obst und Beeren die einen Frost benötigen

Auch in der kalten Jahreszeit können noch Beeren und Früchte im Naturgarten geerntet werden. Erst die Einwirkung von Frost macht so manches Wildobst genießbar. Die schützenden Gerbstoffe, Bitterstoffe oder Fruchtsäure werden abgebaut und das Aroma wird angenehmer. Zu den bekanntesten Vertretern zählt wohl die Schlehe, aber auch bei der Mispel sollte der Frost abgewartet werden. Das Fruchtfleisch wird weich und entwickelt einen nussigen Geschmack. Gleiches gilt für die Berberitze. Die Beeren sind reich an Vitamin-C, sollen auf das Immunsystem stärkend wirken und beeindrucken durch eine angenehme fruchtige Säure. Auch der Geschmack der Hagebutte wird deutlich aromatischer und süßer nach dem Frost. Die Früchte können aber auch bereits zur Fruchtreife im Herbst zu Marmelade oder Gelee verarbeitet werden. Bei jedem Wildobststrauch sollte jedoch immer ein gewisser Anteil von Früchten an der Pflanze hängen gelassen werden, damit auch die heimischen Vögel und andere Wildtiere eine Nahrungsquelle im Winter haben.

 

Wurzel- und Knollengemüse richtig ernten und lagern

Viele Wurzel- und Knollengemüsearten wie Pastinaken, Karotten, Petersilienwurzeln oder Rote Rüben lassen sich im Herbst ernten und über mehrere Monate lagern. Einige Kulturen, insbesondere Pastinaken, gewinnen durch leichte Fröste sogar an Aroma, da sich ein Teil der gespeicherten Stärke in Zucker umwandelt. Mit einer schützenden Abdeckung aus Laub, Stroh oder Vlies können die Wurzeln oft den Winter über im Beet verbleiben und bei Bedarf geerntet werden, solange der Boden nicht gefroren ist. Für die Ernte empfiehlt sich das vorsichtige Lockern des Bodens mit einer Grabgabel. Dadurch lassen sich die Wurzeln leichter aus der Erde ziehen, ohne abzubrechen oder verletzt zu werden. Unbeschädigtes Gemüse ist deutlich länger haltbar. Vor der Einlagerung sollten lediglich grobe Erdreste entfernt werden. Auf das Waschen wird verzichtet, da der natürliche Erdfilm zusätzlich vor Austrocknung schützt. Ideal für die Lagerung sind kühle, frostfreie Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit. Bewährt hat sich das Einschlagen des Gemüses in leicht feuchtem Sand. Dazu werden die Wurzeln in Holz- oder Bäckerkisten schichtweise gelagert, wobei sich die einzelnen Stücke nicht berühren sollten. Der Sand reduziert den Feuchtigkeitsverlust und sorgt für ein gleichmäßiges Lagerklima. In Erdmieten schützt ein engmaschiges Drahtgeflecht zusätzlich vor Wühlmäusen. Unter optimalen Bedingungen bleiben viele Wurzel- und Knollengemüsearten mehrere Monate frisch und lagerfähig.

 

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