Amt der Oö. Landesregierung • Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung • Abteilung Land- und Forstwirtschaft
4021 Linz, Bahnhofplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-115 01 • Fax (+43 732) 77 20-21 17 98 • E-Mail lfw.post@ooe.gv.at • www.gartenland-ooe.at

(Quelle: @Thomas Bethge - stock.adobe.com )
Verschiedene Gartengeräte auf einem Tisch

Gartentipps

Unsere Gartentipps sind passend zur Jahreszeit abgestimmt und geben Ihnen Informationen rund um das Thema "Garteln".

April 2020

#Bleib zu Hause, bleib im Garten. Das Team vom Oö. Gartentelefon hat für Sie aktuelle Tipps für Ihren Naturgarten und zum gesund bleiben zusammengestellt.

(Quelle: )

Gesundheit aus dem Garten und der Natur

Schauen Sie auf sich – schauen Sie in den Garten. Gerade jetzt ist gesunde Ernährung und ein gesundes Immunsystem wichtiger denn je. Darum nehmen Sie sich Zeit und schauen Sie was die Natur oder Ihr eigener Garten zur Verfügung stellt. Der April ist ein guter Zeitpunkt die Vogelmiere zu jäten, diese kann leicht aus den Beeten entfernt werden, damit sie einerseits eingedämmt wird und andererseits um sie als Salat oder als Spinat zu verwerten. Im Volksmund ist sie auch als „Hühnerdarm“ oder „Headam“ bekannt, da die Pflanze den Schlingen der Gedärme von Hühnern ähnelt. Der Hühnerdarm ist eine unverwüstliche Pflanze, die aber trotzdem ganz leicht zu jäten ist, den Boden gut abdeckt und somit auch als Mulchersatz dienen kann. Sie zählt zu den sieben Kräutern, die besonders jetzt unseren Bedarf an wichtigen mineralischen Haupt- und Spurenelementen abdecken können. Zu jenen sieben zählen auch Gundelrebe, Schafgarbe, Scharbockskraut, Beifuß, Knoblauchsrauke und Giersch. Im April ist auch der Löwenzahn noch besonders zart und mild. Die Blüten, genauso auch die Blätter können genossen werden, wie auch vom Gänseblümchen. Zu dieser Jahreszeit sind auch junge Brennnessel eine besondere Abwechslung und können spinatähnlich zubereitet werden. Sehr bald im April ist auch das Wiesenschaumkraut anzutreffen, typischerweise auf frischen, feuchten bis nassen Standorten. Die Blätter können als Beigabe zu Spinat, Suppen oder Salaten dienen. Haben Sie die Pflanzen eindeutig bestimmt, so wünschen wir guten Appetit.

Balkonnaschkistl

Homeoffice von Balkonien aus! Nehmen Sie sich jetzt Zeit, den Balkon zu bepflanzen. Ein blühendes Umfeld schafft Wohlbefinden für Menschen und Insekten. Jeder Balkon kann einen Beitrag zur Steigerung der örtlichen Biodiversität leisten und auch auf wenig Platz kann ein Naschgarten entstehen. Der April ist die ideale Zeit Erdbeeren oder Sträucher in Töpfe zu pflanzen. Auch ein Blütensnack bestehend aus Dill, Boretsch, Korn- und Ringelblume, Lein, Malve, Kamille und Koriander kann an freien Stellen im Kistl ausgestreut werden. Ein Naschkistl kann zum Beispiel aus Monatserdbeeren, Ysop, Zitronenmelisse und Ringelblume zusammengesetzt sein. Eine gute Kräuterkombination ist Lavendel, Zitronen-Thymian, Feld-Thymian, Wilder Dost und Echter Salbei. Diese Pflanzen werden am besten nach den stärksten Frösten gepflanzt bzw. nach der Pflanzung geschützt an der Hauswand aufgestellt. Haben Sie bereits bepflanzte Töpfe mit Lavendel, sollte dieser kräftig (jedoch nicht ins alte Holz) zurück geschnitten werden. Wird Lavendel nicht eingekürzt, so droht er zu vergreisen.

Gärtnern mit Kindern und Kompost testen

Haben Sie Kinder Zuhause, so bietet es sich als Beschäftigungsmöglichkeit an, gemeinsam Pflanzen zu ziehen. Kresse ist hierfür ein dankbares Pflänzchen, denn sie wächst rasch. Kinder können das Wachstum beobachten, das Aufkommen der Pflanzen dokumentieren und/oder rechnerisch darstellen. Um das Aufkommen der Kresse ansprechender für die Kinder gestalten könnten Sie die Watte oder die Küchenrolle in einer beliebigen Form auslegen oder ausschneiden wie zum Beispiel eine nachgezeichnete Hand, der Fuß oder die Form eines Osterhasen! Kresse kann aber auch dazu dienen, die Reife des Kompostes zu testen. Hierzu wird ein verschließbares, transparentes Glas- oder Kunststoffgefäß halbvoll mit Gartenerde gefüllt und das zweite mit dem Kompost. Bereits nach fünf Tagen kann das Pflanzenwachstum der beiden Töpfe verglichen werden. Wenn die Wurzeln der Kresse im Kompost nach 5 Tagen mind. 70% der Länge der Kresse in der Gartenerde aufweisen, und die Farbe der Pflänzchen satt grün ist, so kann der Kompost im Garten verwendet werden, denn er ist dann schon reif genug.

 

Hochbeete – verfrühter Anbau möglich

Hochbeete sind seit vielen Jahren Trend und das zu Recht. Neben der Arbeitsersparnis bieten sie im Frühling auch noch einen verfrühte Anzuchtbeginn und damit auch eine baldige  Ernte. Der Aufbau aus Gartenrückständen im Inneren erzeugt Verrottungswärme  und die erhöhte Position lässt die Erde schnell erwärmen. Ideale Bedingungen also für eine Aussaat von z.B. Rucola, Pflücksalat und Karotten ab Ende März/Anfang April. Sind frostige Nächte angesagt vorübergehend  oberflächlich mit einem Vlies überdecken, das bringt die jungen Pflanzen auch durch kalte Perioden. Wird das Hochbeet im Frühjahr durch eine Folie abgedeckt kann es auch als Frühbeet Verwendung finden und eine Aussaat von z.B. Kopfsalat, Sommerlauch, Radieschen und Kohlrabi ab Anfang/Mitte März ist möglich. An sonnigen Tagen sollte dann regelmäßig gelüftet werden damit die jungen Pflänzchen keinen Schaden erleiden. Am Nachmittag aber wieder rechtzeitig schließen damit einiges an Tageswärme noch gespeichert wird.

„Bleib zu Hause, bleib im Garten“ – Nutzen Sie die Services vom Oberösterreichischen Gartentelefon für Balkon, Terrasse und Garten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von „Natur im Garten Oberösterreich“ kümmern sich im Homeoffice gerne um Ihre Anliegen.   

Das oberösterreichische Gartentelefon ist bei Fragen für Sie nach wie vor erreichbar: +43 (0)732/ 772017720 oder per Mail unter: ooe@gartentelefon.at

März 2020

Aktuelle Gartentipps

Frühling ist Pflanzzeit

(Quelle: @Sonja Birkelbach-stock.adobe.com)

Maulwurfshügel nach dem Winter – ein gutes Zeichen im Naturgarten

Nach dem Winter fallen die vielen Maulwurfshügel in Wiesen und im Rasen besonders ins Auge. Da der emsige Geselle keinen Winterschlaf hält, durchwühlt er den Boden auch im Winter und auch unter einer dichten Schneedecke, um  Insektenlarven und Würmer  zu erbeuten.  Diese haben sich jedoch vor der kalten Jahreszeit  in tiefere Erdschichten zurückgezogen und deshalb muss auch der Maulwurf tiefer graben – die Folge sind noch mehr und noch größere Erdhügel. NaturgärtnerInnen nehmen das jedoch gelassen, denn sie wissen, wo der Maulwurf lebt haben Bodenschädlinge wie z.B. Engerlinge oder Schnakenlarven einen schweren Stand. Und noch dazu eignet  sich die feinkrümelige Maulwurfserde bestens für Ansaaterden-Mischungen.

Das Frühjahr ist Pflanzzeit

Obstbäume pflanzen

Das Frühjahr ist Pflanzzeit für Gehölze die frostempfindlich sind, dazu zählen Pfirsich, Marille und Feigen. Sie dürfen an einem warmen, sonnigen Platz im Garten ab März Wurzeln schlagen, nach den strengsten Frösten.  Der erste Schritt ist die Vorbereitung des Pflanzloches. Es sollte die doppelte Breite und Tiefe des Wurzelballens betragen. Im unteren Bereich des Pflanzloches wird zusätzlich noch gelockert. Um den Boden mit Mikroorganismen zu bereichern, den Mutterboden mit 1/3 Kompost mischen. Bei schweren, lehmigen Böden ist  Quarzsand oder Kies eine gute Ergänzung, die der Belüftung dient. 

Staudenbeete- einen Farbentanz im eigenen Garten errichten

März ist eine gute Zeit herbstblühende Stauden zu pflanzen, wie z.B. Astern, Herbst-Anemonen oder Sonnenbraut bzw. um generell ein Staudenbeet anzulegen. Die Anlage eines Staudenbeetes sollte wohlbedacht sein. Stauden lassen sich nach Wuchshöhen und Wuchseigenschaften in Gruppen einteilen. Zudem kann ein richtiger Farbentanz entstehen, wenn die Blühzeiten und die Farben geschickt kombiniert werden. Begonnen wird ein Beet mit den höchsten Leitstauden, die große Blüten oder ein auffälliges Erscheinungsbild haben. Die Leitstauden werden einzeln oder in zweier Gruppen gepflanzt. Kleinere Stauden, die unauffälliger sind, werden in Gruppen von drei bis zehn Pflanzen gesetzt. Füll- und Streupflanzen sind noch kleiner und dienen dazu, entstandene Lücken zu füllen bzw. den Beetrand abzurunden. 

Leimringe von den Bäumen entfernen

Vielerorts sieht man noch immer Leimringe um die Stämme von Obstbäumen gebunden. Diese sollten jedoch schon im Jänner oder Februar abgenommen werden denn die Paarungszeit der Frostspanner, die damit abgefangen werden sollten, ist schon lange vorbei. Vergessene Leimringe stellen eine tödliche Gefahr für allerlei unbeteiligte Insekten und Kleintiere dar, die im Frühling aus der Winterstarre erwachen und auf der Suche nach Nahrung in die Klebefalle tappen. In Zeiten des globalen Insektensterbens können GartenbesitzerInnen mit dieser einfachen Maßnahme einiges zum Schutz dieser wichtigen Tiergruppe beitragen und zusätzlich auch Nützlinge im Garten fördern.

Mehr Information beim Natur im Garten - Telefon 0732/7720 1 7720

Aktuelles Archiv

Junge Gärtnerin telefoniert

Das Gartentelefon

Der direkte Draht zum Gartenwissen. Das Gartentelefon bietet Hobbygärtnerinnen und –gärtnern zum Ortstarif eine Soforthilfe bei allen Fragen rund ums Garteln.

Das Fachteam vom Gartentelefon ist erreichbar:

  • Montag 08-15 Uhr
  • Dienstag 08-15 Uhr
  • Mittwoch 09-17 Uhr
  • Donnerstag 08-15 Uhr
  • Freitag 08-15 Uhr
(Quelle: WavebreakMediaMicro - stock.adobe.com)