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Verschiedene Gartengeräte auf einem Tisch

Gartentipps

Unsere Gartentipps sind passend zur Jahreszeit abgestimmt und geben Ihnen Informationen rund um das Thema "Garteln".

Oktober 2021

Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu - dazu die Tipps vom oberösterreichischen Gartentelefon-Team!

Süßkartoffelernte

(Quelle: StockAdobe_alexeg84)

Süßkartoffelernte- Batate aus dem eigenen Garten

Die leuchtend orangen, roten oder violetten Süßkartoffeln sind im Oktober vollständig gereift und dürfen dann geerntet werden. Das Zeichen der Reife ist, wie auch bei Erdäpfeln vergilbendes Blattwerk. Direkt nach der Ernte sollten sie an einem dunklen Ort verweilen dürfen, damit sich ihre Süße und der Geschmack voll entfalten kann. Bei der Ernte möglichst vorsichtig vorgehen, weil sie nur eine dünne Schale haben und äußerst empfindlich sind. Beschädigte Knollen sind nicht lagerfähig. Zudem darf das Lager der Süßkartoffel nicht zu kühl sein, denn da faulen sie schnell (Kühlschranktemperatur ist zu kühl), besser ist ein nicht geheizter, kühler, frostfreier Raum.

Stammanstrich

Im Herbst ist Zeit für Baumpflege. Pflegende Maßnahmen wie der Kalkstammanstrich sind für Jungbäume wichtig. Vorm Anbringen des Anstrichs den Baum mit einer weichen Bürste vorreinigen, um Schädlingslarven, die sich eingewintert haben wegzunehmen. Die Wintersonne erwärmt die sonnenzugewandte Seite des Stammes auf mehrere Plusgrade, die schattige Seite des Baumes bleibt jedoch im Minusbereich- und das führt zu Spannungen im Stamm. Diese Spannungen führen häufig zu Rissen, welche, wie auch große Schnittwunden, nur schlecht verheilen bzw. Baumlebenszeit verkürzend wirken. Der Kalkanstrich mindert diese einseitige, starke Erwärmung des Stammes. Alternativ zu den Kalkanstrichen können aber auch Schilfmatten verwendet werden, diese haben die gleiche Wirkung. Jungbäume sollten zwischen September und April durch einen Stammanstrich geschützt werden. Besonders vor starken Wintereinbrüchen.

Welche Kübelpflanze wandert wann ins Überwinterungsquartier?

Mehrjährige Pflanzen, die aufgrund ihrer geringen Frosthärte im Innenbereich überwintert werden müssen, können jetzt auf das Einwintern vorbereitet werden. Viele der Kübelpflanzen, die wir überwintern, stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, den Wäldern Südamerikas oder aus Ostasien. Für das Überwintern ist die Berücksichtigung der jeweiligen Frostempfindlichkeit, der jeweilige Licht- bzw. Feuchtigkeitsbedarf wichtig. Am kälteempfindlichsten sind Arten aus den Tropen, die bereits Schäden bei Temperaturen über 0°C erleiden. Dazu gehören Passionsblume, Bouganvillea, Roseneibisch, das Elefantenohr und allgemein Zimmerpflanzen auf „Sommerfrische“ im Freien. Sie werden eingeräumt bevor der Thermometer 0°C erreicht.

Gefrierempfindliche Arten, in deren Gewebe es nicht zur Eisbildung kommen darf, sind Schönmalve, Agave, Wunderblumen, Engelstrompeten, Enzianstrauch oder Geranien. Sie vertragen leichten Frost, sollten aber vor den ersten Minusgraden ins Quartier übersiedelt werden.

Unter den empfindlichen Arten gibt es allerdings auch einige, die durchaus einige Minusgrade tolerieren. Sie werden erst vor strengeren Frösten geschützt. Dazu zählen Schmucklilie, Zylinderputzer, Zwerg- und Hanfpalme, Feigen, Lorbeer, Oleander und einige andere mediterrane Arten.

Wann auch immer eingewintert werden soll, sollte die Zeit im Überwinterungsquartier möglichst kurz sein, die Pflanzen möglichst spät ein- und möglichst früh ausgewintert werden.

Topinambur Ernte

Aus Mittelamerika stammend, war Topinambur schon immer eine der wichtigsten Kulturpflanzen der indigenen Bevölkerung. In unserem Breiten fristete er lange ein Schattendasein, wurde aber wegen seiner gesunden Inhaltsstoffe, der einfachen Anbauweise und der hohen Erträge wegen, in den letzten Jahren immer bekannter und ist mittlerweile auch regelmäßig in Supermarktregalen zu finden. Auch als Zierpflanze ist er wegen seiner gelben Blüten, die an Sonnenblumen erinnern, beliebt. Zu beachten ist es allerdings, dass Topinambur als invasiver Neophyt einzustufen ist, deshalb die Blüten – als Jetzt, ab Mitte Oktober, kann die Ernte beginnen. Den Stiel dazu abschneiden und die Knollen vorsichtig mit einer Grabgabel aus der Erde holen. Solange der Boden offen ist, kann auch bis in den Winter hinein geerntet werden. Beim Abernten darauf achten, keine Wurzelstückchen oder kleine Knollen in der Erde zu belassen, weil er aus jedem noch so winzigen Stückchen wieder austreibt und das Beet erobert. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, pflanzt den starken Wucherer am besten in einen großen Topf, von wo aus er nicht ausbrechen kann. Unbedingt zu beachten: Die Pflanzen kann als invasiver Neophyt auch in der freien Natur große Probleme verursachen, wenn Wurzelstücke vertragen werden. Auch über Samen ist prinzipiell eine Verbreitung möglich (obwohl durch die späte Blüte in Österreich eher seltenere Samen ausreifen können) - deshalb abgeblühte Blüten sicherheitshalber entfernen.

Wir beraten Sie hierzu gerne am Gartentelefon

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Das Gartentelefon- Team ist für Sie erreichbar und freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme per Telefon oder Mail.

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