Gartentipps
Unsere Gartentipps sind passend zur Jahreszeit abgestimmt und geben Ihnen Informationen rund um das Thema "Garteln".
März 2026
(Quelle: StockAdobe_Anders93)
Vogelnistkästen - Hilfsmittel im Artenschutz
Der Frühling erwacht und die Brutsaison beginnt. Anfang März macht es noch Sinn, im Garten Nistkästen für die Frühbrüter aufzuhängen. Diese dienen als Ersatz für die meist fehlenden natürlichen Nisthöhlen in alten Bäumen. Sogenannte Höhlenbrüter, wie Meisen und Spatzen, freuen sich also sehr über Nistkästen. Platzieren Sie die Nisthilfen so, dass diese weder in der prallen Sonne noch komplett im Schatten hängen und für Katzen nicht erreichbar sind. Die Fluglochausrichtung sollte immer entgegen der Wetterseite liegen. Die Nistkästen erst nach der Aufzucht der Jungvögel, im Frühherbst reinigen. Nicht nur Vögel profitieren von den Behausungen, auch Florfliegen, Schmetterlinge und manche Kleinsäuger fühlen sich den Winter über darin sehr wohl. Freibrüter wie Amseln, Finken und Nachtigall können aber auch mit Nistkästen nichts anfangen. Sie benötigen naturnahe Gärten mit dichtem Heckengeflecht, Brombeergebüsch, Staudendickicht und Bäumen. „Wilde Ecken“ und Naturstrauchhecken mit Hundsrose, Holunder und Schlehe bieten Nahrung, Schlafstellen und Schutz v.a., wenn sie Dornen oder Stacheln haben, und gerade für Frei- und Bodenbrüter auch Nistplätze.
Rückschnitt der unterschiedlichen Hortensien-Arten
Hortensien blühen nur kräftig, wenn sie richtig zurückgeschnitten werden. Der Rückschnitt ist je nach Hortensien-Art unterschiedlich durchzuführen. Die Bauernhortensien Hydrangea macrophylla blühen an der Spitzer jener Triebe, die im vergangenen Jahr gewachsen sind. Werden die Triebe zurückgeschnitten oder frieren im Winter zurück, bleibt die Blüte in diesem Sommer aus. Deshalb sollten nur die alten Blütenstände und Abgestorbenes entfernen werden. Gelegentlich können ältere Triebe herausgeschnitten werden, wodurch die Pflanze ausgelichtet wird. Diese Rückschnitt-Regel gilt auch für die Samthortensie Hydrangea aspera ssp. sargentiana, die Eichenblatt-Hortensie Hydrangea quercifolia und die Kletterhortensie
Hydrangea petiolaris. Im Gegensatz dazu blühen die Ballhortensien Hydrangea arborescens wie zum Beispiel die Sorte "Annabelle" am einjährigen Neuaustrieb. Die alten Zweige werden jetzt im Frühjahr handbreit über dem Boden abgeschnitten. Die Triebe der Rispenhortensien Hydrangea paniculata blühen ebenfalls an den einjährigen Trieben und werden um ein Drittel bis zur Hälfte eingekürzt. Ein kräftiger Rückschnitt fördert einen kompakten Wuchs. Bei Bedarf können ältere Triebe zum Auslichten bodennahe abgeschnitten werden.
Fruchtwechsel
Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, einen genauen Anbauplan für die kommende Gartensaison zu erstellen. Eine durchdachte Planung unterstützt gesunde Pflanzen, stabile Erträge und einen lebendigen Boden. Besonders wichtig ist dabei ein sinnvoller Fruchtwechsel, der den Boden schont und Krankheiten sowie Schädlingen vorbeugt. Gemüsearten haben unterschiedliche Nährstoffansprüche und werden daher in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer eingeteilt. Dort, wo im vergangenen Jahr Starkzehrer wie Kohl, Zucchini, Tomaten oder Gurken gewachsen sind, folgen nun Mittelzehrer wie Karotten, Salat, Spinat, Radieschen oder Kohlrabi. Diese kommen mit geringeren Nährstoffmengen aus und nutzen die noch vorhandenen Reserven im Boden. Schwachzehrer wie Bohnen und Erbsen werden auf Flächen angebaut, auf denen zuvor Mittelzehrer standen. Neue Starkzehrer erhalten ihren Platz auf Beeten, die im Vorfeld mit reifem Kompost und organischem Dünger wie Hornspäne versorgt wurden. Wer genügend Platz im Garten hat, kann eine weitere Rotationsstufe einplanen und auf einzelnen Beeten Gründüngungspflanzen anbauen. Diese lockern den Boden, fördern das Bodenleben, bringen Nährstoffe in den Boden und können später in den Boden eingearbeitet werden. Ein durchdachter Fruchtwechsel stärkt natürliche Kreisläufe.
Der Baumspinat – ein unkompliziertes Blattgemüse
Wer gerne exotische Gemüseraritäten ausprobiert, hat mit dem Baumspinat ein einjähriges Blattgemüse gefunden, welches gleichzeitig unkompliziert und wohlschmeckend ist. Der Baumspinat kommt ursprünglich aus China und Südostasien. An die Standortbedingungen werden nur geringe Ansprüche gestellt. Das Blattgemüse bevorzugt sonnige bis halbschattige, windgeschützte Standorte und humose, durchlässige und gleichmäßig feuchte Böden. Bei der Pflanzung oder Aussaat sollte auf ausreichend Platz geachtet werden, da der Baumspinat zwei bis drei Meter hoch und einem bis zwei Meter breit werden kann. Eine direkte Aussaat im Freiland ist ab Mitte April bis Juni möglich. Die Pflänzchen können auch ab Anfang März im Warmen vorkultiviert und ab Mai ins Freiland gesetzt werden. Im Juni startet die Ernte der frischen Blätter und magentafarbenen Triebblätter. Sie können wie Spinat gekocht oder auch roh, etwa als dekorative Beigabe zum Salat, gegessen werden. Ältere Blätter sollten wegen des erhöhten Gehaltes an Oxalsäure nicht mehr verzehrt werden. Die Selbstaussaat der Pflanze sollte gut überlegt sein, da im kommenden Jahr der gesamte Gemüsegarten voller junger Baumspinat-Pflänzchen sein könnte. Durch das frühzeitige Entfernen der Blüten, kann die Samenbildung und -verbreitung verhindert werden. Mit den ersten Frösten im Herbst beginnt die Pflanze zu welken und stirbt ab.
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