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Verschiedene Gartengeräte auf einem Tisch

Gartentipps

Unsere Gartentipps sind passend zur Jahreszeit abgestimmt und geben Ihnen Informationen rund um das Thema "Garteln".

Juli 2021

Die heißen Sommermonate bringen für Pflanzen und die Tierwelt im Naturgarten Herausforderungen mit. Was jetzt zu tun ist.

Sommer im Garten

(Quelle: Walter Struger)

Tote Maulwürfe

Traurige Bilder bieten sich nach langen Hitzeperioden am Rand von Wanderwegen, in Feldern und Grünflächen. Oberflächlich betrachtet unversehrte Maulwürfe liegen dann oft tot an der Oberfläche und man fragt sich was da passiert sein kann. Regnet es über einen längeren Zeitraum nicht und bleiben die Tagetemperaturen durchgehend hoch, werden manche Erdschichten zu undurchdringlichen, betonähnlichen Platten. Den Maulwürfen, besonders den Jungtieren des vorangegangenen Frühjahres gelingt es dann nicht Ihren Beutetieren, wie etwa dem Regenwurm nachzustellen. Diese ziehen sich dann in tiefere Schichten zurück und sind für die noch nicht so kräftigen Maulwürfe unerreichbar. Die Tiere werden langsamer und schwächer und können leichter selber zum Beutetier von Füchsen, Katzen, Hunden, Wieseln oder Krähen werden. Da das Fell der Tiere sehr dicht ist und Maulwürfe nicht besonders fein für dies Räuber schmecken dürften, werden sie dann meist einfach unangetastet liegen gelassen. Sehr engagierte Naturgärtnerinnen, die auch Ihre Maulwürfe als Mitbewohner in ihrem Garten betrachten, könnten Grünflächen während durchgehender Hitzeperioden alle drei Tage durchdringend bewässern, sofern die Bewässerung zu dieser Zeit nicht von Gemeindeseite her untersagt wird.

 

Baumwurzeln nicht verletzen

Der Sommer ist nicht nur die klassische Baustellenzeit auf den bundesweiten Autobahnen – auch im Garten gibt es immer etwas zu tun und die langen Tage werden oft für kleinere bauliche Veränderungen genutzt. Ob es sich um das lang ersehnte Gartenhäuschen mit Grillplatz handelt, einem neuen Weg oder die Verbreiterung der Terrasse – die Wünsche und Ideen sind vielfältig, aber der Platz oft begrenzt. Seit Jahrzenten gewachsene Bäume durchziehen mit ihren Wurzeln den Boden wie ein Geflecht und stehen den geplanten Grabungsarbeiten nicht selten im Wege. Ein Ausweichen ist nicht möglich – was tun? „Dann müssen die Wurzeln einfach weichen – der Baum hat eh genug davon“. Weit gefehlt- jede Wurzel zählt. Der Verlust von Feinwurzeln verringert die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen und geht auf Kosten des Wachstums. Dickere Wurzeln andererseits verankern und halten den Baum im Boden - ihr Verlust kann zu statischen Problemen führen und jede größere Wunde ist noch dazu Eintrittspforte für Baumpilze, die das Holz im Inneren zersetzen und brüchig machen. Bäum sind auf ihre Wurzeln angewiesen. Verletzungen dieser schwächen nachhaltig und können auch zu größeren Problemen führen. Dieses bitte immer bedenken, bevor zu Bagger oder Schaufel gegriffen wird.

 

 

 

Erdbeeren pflegen und düngen für das nächste Jahr

Im Juli ist die Haupterntezeit von Erdbeeren vorbei. Das ist auch die Zeit, in der sich die Pflänzchen etwas Pflege verdient haben. Denn sie legen gleich nach der Ernte bereits wieder die neuen Blütenanlagen für die nächste Saison an. In dieser Zeit benötigen die Erdbeeren besonders viele Nährstoffe, daher ist es empfehlenswert mit organischem Beerendünger oder Kompost zu düngen. Beerendünger ist eher empfehlenswert für Pflanzen im Kübel, Kompost eher für die Pflanzen im Garten. Gleichzeitig sollten auch fleckige Blätter entfernt werden, sowie Ausläufer, wenn nicht zur Weitervermehrung gewünscht. Die äußeren Blätter können entfernt werden, nicht jedoch das Mittelstück der Pflanze - das sogenannte Herz muss bestehen bleiben. So wird der Austrieb gesunder Blätter gefördert und die Erdbeerpflanzen sind gut vorbereitet für die nächste Erdbeerernte.

 

Schwarzes Gold wässern

Schwarzes Gold, so wird er genannt, der Kompost. Zu Recht, denn im Kompost stecken wertvolle Mikroorganismen und besonders viele Nährstoffe. Nach der Ausbringung im Garten wird somit nicht nur gedüngt, sondern auch der Boden belebt. Ist zu wenig Platz für einen großen Komposthaufen, so kann auch in kleineren Systemen die Umwandlung stattfinden, wie z.B. in einer Wurmkiste. Bioabfälle werden in allen Systemen zu schwarzem Gold verwandelt, wenn der Verrottungsprozess gut funktioniert. Bei heißen Temperaturen ist besonders auf eine gute Wasserversorgung zu achten, es sollte gelegentlich gewässert werden. Nur durch ausreichend, aber nicht zu viel Feuchtigkeit geht der Rotteprozess ohne Erliegen zu kommen von statten und die fleißigen Bodenlebewesen bleiben am Werk.

 

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